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Fast-Track-Verfahren: Nach der Herzoperation schneller wieder fit

Bei bestimmten Patienten wird während der Narkose - sofern möglich - das sogenannte "Fast-Track-Verfahren" angewandt. Der Patient wird hierbei nach einer Herzoperation rascher aus der Narkose aufgeweckt. Ziel des Fast-Track-Verfahrens ist es, Sie möglichst schnell zu mobilisieren und "aus dem Bett" zu bringen.

Mit dem Verfahren werden operationsbedingte Einschränkungen für Sie nach dem Eingriff so rasch wie möglich abgebaut. Wichtigste Maßnahme dabei ist eine deutliche Verkürzung der Zeit, während der Sie nach der Operation künstlich beatmet werden. Schon etwa zwei Stunden nach der Operation wird bei den Patienten, die für das Fast Track-Verfahren in Fragen kommen, der Beatmungsschlauch entfernt und der Patient wird wieder aufgeweckt. Es ist möglich, dass Sie noch am selben Tag von der Intensivstation auf die "Intermediate Care" genannte Überwachungsstation verlegt werden können. Primäres Ziel ist es, die Patienten nur so lange mit Medikamenten und Katheter zu versorgen, wie sie diese wirklich brauchen.

Damit dieses Vorgehen möglich ist, müssen sich Herzchirurgen, Anästhesisten, Kardiotechniker und Pflegefachkräfte besonders exakt abstimmen. Zunächst klärt der Anästhesist vor der Operation, ob ein Patient für das Fast Track-Verfahren geeignet ist.

Mit exakter steuerbaren Narkosemitteln sorgen die Anästhesisten während der Operation dafür, dass Sie nur so lange und so viel Narkosemittel erhalten wie unbedingt nötig ist. Dabei werden permanent die Hirnströme und damit die Narkosetiefe überwacht. Bei den meisten Operationen sinkt die Körpertemperatur der Operierten um zwei bis drei Grad. Um das Auskühlen der Patienten zu verhindern, werden Sie während der Operation aktiv aufgewärmt - mit Heizdecken und durch die Erwärmung des Blutes in der Herz-Lungen-Maschine.

Bei den ausgewählten Patienten können so die Auswirkungen von Operation und Narkose auf den Organismus minimiert werden. Nach der Operation klagen die Patienten seltener über Übelkeit oder über Darmprobleme. Eine kürzere Beatmungszeit nach der Operation und die damit verbundene früherer Entfernung des Beatmungsschlauches sorgen zudem dafür, dass weniger Infekte auftreten.

Das positive Fazit: insgesamt sind die Patienten mit dem Fast-Track-Verfahren nach der Operation schneller wieder fit und mobil.

Kontakt
Sana Herzchirurgie Stuttgart
Herdweg 2
70174 Stuttgart

Telefon: 0711 278-36110
Telefax: 0711 278-36159
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