Minimalinvasive endoskopische Ablation von Vorhofflimmern
Die technischen Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der chirurgischen Rhythmustherapie ermöglichen es heute sogar, eine Ablation von außen, ohne Eröffnung des Brustkorbes durchzuführen.
Die neue schonende Operationsmethode der endoskopischen Ablation von Vorhofflimmern wurde erstmals 2009 von den Herzchirurgen der Sana Herzchirurgie Stuttgart um Chefarzt Professor Doll in Deutschland durchgeführt. Mit der Einführung des Verfahrens erfolgt ein Lückenschluss bei den Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit anhaltendem Vorhofflimmern.
Operiert wird mit speziellen Instrumenten und einer Minikamera, die durch kleine Hautschnitte an das Operationsfeld herangeführt werden. Diese Operationsverfahren werden deshalb auch als „Schlüssellochchirurgie“ bezeichnet. Die Kamera überträgt die Operationsbilder aus dem Körperinneren auf einen Monitor, an dem sich die Chirurgen orientieren. Je drei kleine Hautschnitte auf der linken und der rechten Brustseite reichen für den Eingriff am schlagenden Herzen aus. Damit ist auch der belastende Einsatz der Herz-Lungen-Maschine nicht erforderlich.
Die neue Methode verbindet die hohe chirurgische Erfolgsquote von über 90 Prozent mit einem schonenden, minimalinvasiven Eingriff und stellt damit eine gute Alternative zur nicht unproblematischen Katheterablation durch den Kardiologen dar.



