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zu: Klappenersatz
Wie wird operiert?
Der operative Zugang am Herzen zu der erkrankten Herzklappe wird
so gelegt, dass möglichst wenig Herzmuskulatur geschädigt
wird. Die Aortenklappe wird durch eine Eröffnung der Hauptschlagader
erreicht, die Mitralklappe über den linken Herzvorhof. Damit
kann die direkte Eröffnung einer Herzkammer vermieden werden.
Bei der Verwendung von mechanischen oder gerüstmontierten
biologischen Prothesen wird das Gewebe der erkrankten Herzklappe
komplett entfernt. Am Ansatz der Klappe im Herzen werden zahlreiche
Nähte aus Material vorgelegt, das sich auch nach Jahren nicht
auflöst. Diese Nähte werden durch den Nahtring der Prothese
geführt und diese damit in der Position der patienteneigenen
Herzklappe eingeknotet.
Technisch aufwändiger ist die Implantation von gerüstfreien
biologischen Prothesen und Homografts als Ersatz der erkrankten
Aortenklappe. Diese Prothesen liegen als Einheit mit der natürlichen
Aortenwurzel vor. Um eine möglichst physiologische Implantation
zu gewährleisten, bevorzugen wir die Implantation in der Wurzelersatztechnik.
Dazu wird beim Patienten neben der erkrankten Aortenklappe auch
das umgebende Gewebe der Hauptschlagader entfernt und ersetzt, die
hier entspringenden Herzkranzgefäße müssen neu mit
der Prothese verbunden werden. Alternativ kann die Spenderklappe
auch in der Aorta des Patienten eingesetzt werden. Diese aufwändigere
Technik scheint uns in vielen Fällen gerechtfertigt, da sie
durch unsere große chirurgische Erfahrung mit diesem Eingriff
mit keinem höheren operativen Risiko verbunden ist und eine
hervorragende Klappenfunktion sicherstellt.
© 2010
Sana Herzchirurgie Stuttgart GmbH
Letzte Aktualisierung: 06.08.2008
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