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zu: Maze-OP
Krankheitsbilder
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung.
Hierbei schlägt der Herzvorhof ungefähr 300 - 400 mal
pro Minute, normal sind 60 - 80 Aktionen pro Minute. Bei Vorhofflimmern
kommt es zu einer unregelmäßigen Überleitung der
Schläge des Vorhofs auf die Herzkammer; je nach Häufigkeit
der Überleitung kann daraus ein langsamer, normaler oder schneller
Herzschlag resultieren.
Die hohe Schlagfrequenz des Vorhofs beim Vorhofflimmern führt
nur noch zu einem schnellen Zucken des Vorhofgewebes ohne effektiven
Bluttransport. Funktionell gesehen befindet sich der Vorhof im Stillstand.
Das hat vor allem zwei Dinge zur Folge:
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Es können sich Blutgerinnsel bilden, mit den Risiken
einer Embolie in Körperschlagadern oder eines Schlaganfalls.
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Der Vorhofschlag steht der gesamten Herzfunktion nicht mehr
zur Verfügung, so dass diese um bis zu 30 % gemindert
sein kann.
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Bei Patienten mit Vorhofflimmern ist eine Blutverdünnung,
zum Beispiel mit Marcumar, notwendig, um die Entstehung von Blutgerinnseln
mit den oben beschriebenen Folgen zu vermeiden. Eine Blutverdünnung
bedeutet eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität,
unter anderem durch regelmäßige Blutkontrollen. Außerdem
birgt die Blutverdünnung gewisse Risiken in sich, wie z.B.
innere Blutungen.
Ohne operativen Eingriff kann Vorhofflimmern entweder mit
- Medikamenten,
- einer elektrischen Cardioversion oder
- einer Herzkatheterablation
behandelt werden.
Eine dauerhafte Heilung von Vorhofflimmern kann in der Regel nur
durch einen invasiven Eingriff wie eine Katheterablation oder eine
Operation erzielt werden. Die heute verwendeten Techniken sind bei
beiden Verfahren aus den Erfahrungen mit der "Maze-Operation"
entstanden, die 1987 von dem amerikanischen Chirurgen J. Cox erstmalig
erprobt wurde.
© 2010
Sana Herzchirurgie Stuttgart GmbH
Letzte Aktualisierung: 06.08.2008
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