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Sana Herzchirurgie erste "Schmerzfreie Klinik" in Süddeutschland

Keine Angst vor Schmerzen nach großer Herz-Operation

Patienten, die in der Sana Herzchirurgischen Klinik Stuttgart (SHS) operiert werden, müssen auch nach einer großen Herz-Operation keine Schmerzen befürchten. Dafür sorgt ein spezielles Schmerzkonzept. Als erstes Haus in Süddeutschland erhielt die SHS deshalb jetzt das Gütesiegel "Schmerzfreie Klinik" durch den TÜV Rheinland.

Eine Operation am offenen Herzen ist kein Spaziergang - nicht für das OP-Team und erst recht nicht für die Patienten. Bypass- und Herzklappenoperationen sind für die Herzchirurgen der Sana Herzchirurgischen Klinik Stuttgart in den meisten Fällen Routine, entsprechend selten sind Komplikationen. Jetzt können Ärzte und Pflegepersonal der SHS ihren Patienten auch die Angst vor starken Schmerzen nach der Operation nehmen. Mit einem individuellen Schmerzkonzept wird sichergestellt, dass die Patienten immer rechtzeitig und ausreichend mit Schmerzmedikamenten versorgt werden und so die wichtige Genesungsphase nach der Operation ohne starke Schmerzen erleben.

Eigentlich sollte weitgehende Schmerzfreiheit nach einer Operation selbstverständlich sein. Tatsächlich aber erlebt fast jeder zweite Patient eine Operation im Krankenhaus als schmerzhafte Erfahrung. Wichtigste Gründe: Schmerzmedikamente werden zu spät und nicht ausreichend gegeben, weil das Pflegepersonal Schmerzen nicht immer richtig einschätzt und die Patienten häufig Schmerzen zu lange auszuhalten versuchen. Das Schmerzkonzept in der Sana Herzchirurgischen Klinik Stuttgart beginnt deshalb mit der Aufklärung der Patienten vor der Operation. "Wir sprechen ausführlich über die üblicherweise zu erwartenden Schmerzen mit den Patienten", berichtet Dr. Tilmann Röhl, Oberarzt der Abteilung für Anästhesie in der SHS und Beauftragter für Schmerztherapie. "Das schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass sich die Patienten bei Schmerzen früher melden."

Ein weiterer wichtiger Baustein des Schmerzkonzeptes ist die Mitarbeiterschulung. Krankenschwestern und Krankenpfleger müssen in der Lage sein, den Schmerzzustand eines Patienten richtig einzuschätzen - auch wenn dieser nicht ansprechbar ist, weil etwa direkt nach der Operation die Narkose noch wirkt. "Anhand der Schmerzmimik, an Veränderungen des Hautmilieus, Blutdruckveränderungen, am Schwitzen und der Atmung lässt sich erkennen, ob der Patient Schmerzen hat", erläutert Bernhard Bossert, Krankenpfleger und Leiter der innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildung "Pflege" der SHS. Das Pflegepersonal kann dann in festgelegten Schritten und Zeitvorgaben die Schmerzmitteldosis erhöhen. "Erst wenn das vorgegebene Limit erreicht ist, muss der Stationsarzt hinzugezogen werden", sagt Dr. Röhl. Weil nicht für jede Schmerzmittelgabe der Arzt gerufen werden muss, sind die Reaktionszeiten deutlich kürzer, was dem Patienten ebenfalls Schmerzen erspart.

Verantwortlichkeiten und Abläufe des SHS-Schmerzkonzeptes sind klar geregelt und schriftlich fixiert. So werden auch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Einarbeitung mit dem Konzept vertraut gemacht. Alles zusammen führt dazu, dass die Patienten in der SHS nicht unter Schmerzen leiden. "Schmerzfreie Patienten sind zufriedener mit ihrem stationären Aufenthalt, vor allem aber sind sie auch schneller wieder auf den Beinen", berichtet Dr. Röhl. "Sie können früher mobilisiert werden und haben mehr Appetit."

Die Wirksamkeit des Schmerzkonzeptes in der Sana Herzchirurgischen Klinik Stuttgart wurde jetzt auch durch die Medizinfachleute des TÜV Rheinland bestätigt. Nach einem zweitägigen Audit erhielt die Klinik als erstes Haus in Süddeutschland das Gütesiegel "Schmerzfreie Klinik". Bundesweit zertifizierte der TÜV Rheinland bislang acht Krankenhäuser als "Schmerzfreie Klinik".

Auch die Patienten äußern sich sehr positiv. In der letzten Befragung wurden von niemandem mehr starke Schmerzen rückgemeldet. Mehr als 80 Prozent der Patienten gaben an, während ihres Aufenthaltes in der Sana Herzchirurgischen Klinik keine oder nur wenig Schmerzen gehabt zu haben. "Es ist ja nicht so, dass Patienten nicht mit Schmerzen rechnen", sagt Anästhesieoberarzt Dr. Röhl. "Ziel muss es sein, einen möglichst großen Teil unserer Patienten ohne wesentliche Beschwerden durch den Aufenthalt in unserer Klinik zu begleiten." Deshalb soll das Schmerzkonzept mit nicht-medikamentösen Verfahren, mit Akupunktur und sanfter Therapie weiter verfeinert und ausgebaut werden. "Manche Patienten klagen beispielsweise über Verspannung und Rückenschmerzen durch das lange Liegen. Hier können wir mit alternativen Methoden unsere Patienten zusätzlich unterstützen."

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Sana Herzchirurgie Stuttgart
Ingrid Hartmann, Sekretariat der Geschäftsführung
Herdweg 2, 70174 Stuttgart
Telefon: 0711 278-36151
Telefax: 0711 278-36159
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Letzte Aktualisierung: 04.06.2009
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