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Nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung

Bei Sana wird nachweislich auf hohem Qualitätsniveau gearbeitet: Alle Einrichtungen im Verbund sind inzwischen entsprechend zertifiziert: Die Krankenhäuser nach KTQ, die Reha-Häuser nach KTQ-Reha, die Holding und die Tochtergesellschaften nach DIN ISO. Das Thema Qualität ist damit aber keineswegs erledigt. „Zum einen wollen wir im Sinne von EFQM natürlich immer noch besser werden, zum anderen gilt: nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung“, betont Dr. Heidemarie Haeske-Seeberg. Die Bereichsleiterin Sana Qualitätsmedizin in der Ismaninger Sana-Zentrale hat deshalb den nächsten Schritt im Aufbau des Sana-QM-Systems eingeläutet. „Im Gegensatz zum DIN ISO-Standard sind im KTQ-System keine gegenseitigen internen Audits gefordert. Weil es aber eine sinnvolle Sache ist, haben wir entschieden, das auch in den Kliniken im Sana-Verbund durchzuführen.“

Bis Ende des Jahres sollen alle Verbund-Einrichtungen auditiert sein

Jede Klinik stellt dazu einen internen Auditor, der eine andere Verbund-Einrichtung auditiert. Im Frühjahr 2008 wurden diese Auditoren geschult, im Sommer erhielten sie dann von Dr. Haeske-Seeberg ein Haus im Sana-Verbund zugeteilt, das sie auditieren sollten. „Inzwischen stehen die einzelnen Termine fest“, so die Bereichsleiterin. Bis Ende des Jahres soll die komplette Aktion abgeschlossen sein.

Da die Ergebnisse der Audits nach der Auswertung in einem Benchmark münden sollen, ist es natürlich wichtig, dass alle Auditoren dieselben Bereiche unter die Lupe nehmen. „Für 2008 haben wir die Themen Dokumentenlenkung und Beschwerdemanagement in den Auditkatalog aufgenommen“, sagt Dr. Haeske-Seeberg und ergänzt: „Es geht uns dabei darum, dass das QM-System einer Klinik inhaltlich stimmig ist und ob die Kliniken die Vorgaben der Sana-Zentrale umgesetzt haben.“

Entspricht die Struktur des QM-Handbuchs den Vorgaben? Haben alle Dokumente die vereinbarte Dokumentenstruktur? Sind Verfahrensanweisungen korrekt abgelegt? Solchen Fragen gehen die Auditoren beim Thema Dokumentenlenkung auf den Grund. Beim Thema Beschwerdemanagement wird die Ablauforganisation überprüft: Sind verschiedene Beschwerdewege eingerichtet, werden Fristen eingehalten, werden die Beschwerden ausgewertet und Verbesserungen daraus abgeleitet? Dazu wird die Bearbeitung von mindestens drei konkreten Beschwerden aus verschiedenen Bereichen nachvollzogen und bewertet. „Wenn die Häuser umgesetzt haben, was wir gemeinsam vereinbart hatten, dann sind diese Fragestellungen sicher kein Problem“, sagt die Bereichsleiterin.

Sie will diese gegenseitigen internen Audits künftig jährlich durchführen, mit wechselndem Auditkatalog. Sana-Vorstand Dr. Michael Philippi hat bereits grünes Licht signalisiert: „Das ist ein gutes Instrument, das weiterhin Anwendung finden sollte.“

Sana Kliniken AG
Dr. Heidemarie Haeske-Seeberg
Bereichsleiterin Sana Qualitätsmedizin

Telefon: 089 678204-113
E-Mail: heidemarie.haeske-seeberg@sana.de