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11.09.2013, Stuttgart

HERZgespräche: Bypasschirurgie am Herzen

  • Arzt-Patienten-Seminar rund um die Bypass-Operation am Herzen
  • Termin: Mittwoch, 18. September 2013, 18.00 – 19.30 Uhr
    in der Sana Herzchirurgie Stuttgart, Herdweg 2
    Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich

Rund eine Million Menschen leiden in der Bundesrepublik Deutschland an der koronaren Herzkrankheit, d.h. an einer durch Arteriosklerose (Verkalkung) bedingten Verengung der Herzkranzgefäße. Für Patienten, bei der eine medikamentöse Behandlung nicht mehr ausreicht, ist die Operation nach wie vor die Therapie der Wahl. Durch die Bypassoperation können langfristig Lebensqualität und Lebenserwartung bei relativ geringem Operationsrisiko verbessert werden.

Betroffene und Interessierte können sich am Mittwoch, 18. September, im Rahmen der Veranstaltungsreihe HERZgespräche der Sana Herzchirurgie Stuttgart, ausführlich über die Bypassoperation am Herzen informieren. Wann ist eine Bypassoperation notwendig? Wie läuft diese ab? Gibt es Alternativen? Fragen wie diese beantwortet Oberarzt Dr. med. Johannes Paula. Beginn ist um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht notwendig.
Veranstaltungsort: Sana Herzchirurgie Stuttgart, Cafeteria, Herdweg 2, 70174 Stuttgart

In der Bundesrepublik Deutschland leiden etwa eine Million Menschen an der koronaren Herz-krankheit, das heißt an einer durch Arteriosklerose (Verkalkung) bedingten Verengung der Herzkranzgefäße. Diese Verengungen bewirken, dass der Herzmuskel nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird. Die Minderdurchblutung des Herzmuskels führt zur typischen Beschwerdesymptomatik mit Brustengegefühl und Atemnot, die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität des Patienten deutlich einschränken können. Entsteht aufgrund der Verengungen ein plötzlicher Verschluss eines Herzkranzgefäßes, so kann ein lebensbedrohlicher Herzinfarkt die Folge sein.
Es gibt verschiedene medizinische Methoden für die Behandlung der koronaren Herzkrankheit. Zunächst kann durch medikamentöse Behandlung eine Verbesserung der Durchblutung des Herzens erreicht werden. Im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung ist es in vielen Fällen möglich, die verengten Herzkranzgefäße mit einem Ballonkatheter wieder aufzudehnen, häufig werden zur Stabilisierung der Gefäßwand zusätzlich innere Gefäßstützen (sog. Stents) implantiert.

Für viele Patienten ist die Operation aber nach wie vor die Therapie der Wahl. Durch die aortokoronare Bypassoperation können langfristig Lebensqualität und Lebenserwartung bei relativ geringem Operationsrisiko verbessert werden. Prinzip der Bypass-Operation ist die Überbrückung der Verengung an den Herzkranzgefäßen durch einen Umgehungskreislauf (Bypass) unter Verwendung von körpereigenen Gefäßen. Künstliche Gefäßprothesen haben sich am Herzen nicht bewährt. Wichtigste Bypassgefäße sind die Brustwandaterien, Unterarmaterien und Beinvenen. Da jedes dieser Gefäße bestimmte Vor- und Nachteile hat, wird die Verwendung für den jeweiligen Patienten individuell abgestimmt.

Wann immer möglich, kommen in der Bypasschirurgie schonende Operationsverfahren zum Ein-satz. Patienten mit verschlossenen Herzkranzgefäßen können in der Sana Herzchirurgie Stuttgart in bestimmten Fällen gemeinsam mit den Kardiologen im Rahmen eines Hybrid-Eingriffs behandelt werden. Mit einem minimalinvasiven Zugang versorgt der Herzchirurg dabei die Vorderwand des Herzens mit einem oder mehreren Bypässen, während der Kardiologe weitere verschlossene Gefäße mit dem Katheter aufweitet und mit einer Gefäßprothese, einem Stent, wieder durchgängig macht. Sofern möglich, wird bei der Bypassoperation auf die Verwendung der Herz-Lungen-Maschine verzichtet. Auch dies ist ein für den Patienten deutlich schonenderes Verfahren.

Bypassoperation führen in den allermeisten Fällen zu sehr guten Langzeitergebnissen. Nach etwa zehn Jahren sind noch über 90 Prozent der Brustwandaterien vollständig durchgängig. Dieses exzellente Langzeitergebnis ist auch der Grund, warum in der Sana Herzchirurgie Stuttgart in aller Regel diese Methode angewendet wird. Die Bypässe aus den Beinvenen haben etwas geringere Offenheitsraten. Nach zehn Jahren sind etwa 70 Prozent durchgängig, wobei hier viele Faktoren diesen Wert beeinflussen (Meiden von Risikofaktoren, regelmäßige Medikamenteneinnahme, Fortschreiten der Arteriosklerose-Grunderkrankung im Körper).

Einladung:
Wir laden alle Betroffenen und Interessierten ein zum Arzt-Patienten-Seminar
HERZgespräche: Bypasschirurgie am Herzen
Mittwoch, 18. September 2013, 18.00 – 19.30 Uhr

Einleitung und Begrüßung
Prof. Dr. med. Nicolas Doll
Ärztlicher Direktor Sana Herzchirurgie Stuttgart
Referent
Oberarzt Dr. med. Johannes Paula

Veranstaltungsort:
Sana Herzchirurgie Stuttgart, Cafeteria, Herdweg 2, 70174 Stuttgart


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Jörg Skupin, Referent Public Relations
c/o Karl-Olga-Krankenhaus
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70190 Stuttgart
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Telefax 0711 2639-2497
E-Mail joerg.skupin@sana.de